Elterlein im Erzgebirge

Naturschutzgebiet

Das NSG „Hermannsdorfer Wiesen“ gehört zu den ältesten und wertvollsten Naturschutzgebieten in Sachsen. Bereits in den Anfangsjahren des sächsischen Naturschutzes setzen sich sehr verdienstvolle Naturschützer für den Schutz und die Erhaltung dieses einmaligen Naturraumes ein. Schon ab 1914 wurden die ersten Wiesen unter dem Aspekt des Naturschutzes gepachtet und gepflegt. Das NSG ist Teil des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes „Moore und Mittelgebirgslandschaft bei Elterlein“.

Das Gebiet mit einer Fläche von 185 ha erstreckt sich 2 km östlich von Hermannsdorf, 1,5 km nördlich von Elterlein und 2,5 km südwestlich von Geyer im Erzgebirgskreis ehemals Altlandkreis Annaberg.

Dieser Reichtum an Lebensräumen trägt auch zur biologischen Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten bei.

Vegetation, Pflanzenwelt: Das extensiv genutzte Feuchtgrünland, verzahnt mit Staudenfluren und Säumen, ist geprägt von Wiesenseggen-Gesellschaften, Waldsimsen-Feuchtwiesen, Mädesüß-Hochstaudenfluren und Schlangenknöterich-Feuchtwiesen.

Die Borstgrasrasen im Gebiet sind außerordentlich gut ausgeprägt. Von besonderer Bedeutung sind die Rotschwingel-Bärwurz-Wiesen. Kennzeichnende Pflanzenarten der Bergwiesen sind bspw. Bärwurz, Zittergras, Perücken-Flockenblume, Großer Klappertopf und Weicher Pippau. Besonders erwähnenswert sind viele wildwachsende Orchideenarten. Neben vielen bedeutsamen Moosarten und Zwergsträuchern z.B. Rauschbeere und Moosbeere sind es der Rundblättrige Sonnentau, Schmalblättriges Wollgras, Echtes Fettkraut, Sumpfblutauge und Sumpf-Läusekraut, die das Gebiet einzigartig bereichern.
Tierwelt: Bemerkenswert sind gelegentliche Beobachtungen des Wachtelkönigs sowie seltener Wat- und Wasservögel als Durchzügler am Schwarzen Teich. Der Schwarze Teich ist das bedeutendste Laichgewässer für Erdkröten und Grasfrösche im Raum Annaberg. Eine weitere Besonderheit ist der Hochmoor-Gelbling als Glazialrelikt. Auch Libellenarten wie Torf-Mosaikjungfer und Arktische Smaragdlibelle sind im Gebiet vertreten.


| 14.10.2009 |